18. Sehmataler Gebetsnewsletter

 
 

Betet ohne Unterlass!

Sehmataler Gebetsnewsletter von Pfarrer Matti Schlosser
am Samstag, den 23. Mai 2020

Gedanken zum Gebet:
Das Gebet ist nicht nur gut für uns, die wir beten. Das Gebet ist auch ein Zeichen nach außen. Als Paulus und Silas in Philippi im Gefängnis saßen, beteten sie um Mitternacht zu Gott. In der dunkelsten Stunde haben sie damit ein Licht der Hoffnung gegeben, auch für ihre Mitgefangenen. Die Bibel erzählt: „Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott. Und die Gefangenen hörten sie.“ (Apostelgeschichte 16,25) Das Gebet von Paulus und Silas war zum Zeichen für die anderen Gefangenen geworden. Sichtbar wurde das daran, dass sie nicht geflohen sind, als sich durch ein Erdbeben die Tore des Gefängnisses öffneten. Aus Erstaunen und aus Dankbarkeit darüber hat der Gefängnisaufseher zum Glauben an Jesus gefunden. Wir sollten zwar unser Gebet nicht zur Schau stellen. Aber wenn die Menschen merken, dass wir unsere Kraft und unsere Hoffnung in diesen Tagen im Gebet und bei Gott finden, dann kann das auch in unserer Zeit ein Zeichen sein. Und deshalb sollten wir gerade in diesen Tagen als frohe und hoffnungsvolle Christen in unseren Orten sichtbar werden. Vielleicht findet so auch bei uns mancher den Weg zum Glauben.

Wir loben und danken unserem Gott ...
... weil wir im Gebet seine Nähe erleben können.
... weil wir in einem Land leben dürfen, in dem wir als Christen nicht verfolgt werden und in dem wir nicht wegen unseres Glaubens ins Gefängnis müssen.
... für die gemeinsamen Gottesdienste zu Himmelfahrt in Cunersdorf und in Cranzahl.
... für die Besuche bei Freunden und Verwandten, die eingeschränkt wieder möglich sind.

Wir bitten in unserer Nähe für ...
... uns als Gemeinden, dass wir frohe und hoffnungsvolle Christen sein mögen und dass unser Glaube ein sichtbares Zeichen ist, an dem Menschen zu Jesus finden.
... den Neudorfer Pilgerweg, dass er in diesen Tagen eine Freude und eine Stärkung für viele sein möge.

Wir bitten in der Ferne für ...
... das Heilige Land, dass dort in Israel auch im aktuellen Konflikt um das Jordantal der Frieden weitestgehend erhalten werden kann und keine neue Intifada ausbricht.
... die Gemeinde in Frankfurt am Main, in deren Gottesdienst sich viele Christinnen und Christen mit dem Corona-Virus angesteckt haben, dass sie genesen, dass die Infektionen dort unter Kontrolle gebracht werden und dass sie gerade jetzt am Glauben festhalten.
... alle verfolgten Christen in der Welt und für alle, die wegen ihres Glaubens im Gefängnis sitzen, dass Gott ihnen die Kraft geben möge, durchzuhalten und ihren Glauben nicht zu verlieren.

Amen.

P. S.: Der Gebetsnewsletter wird in den nächsten Tagen wieder im Flur des Pfarrhauses zum Mitnehmen und Weitergeben ausgelegt.

 
 
23.05.2020, 16:26 Uhr
Autor: Andreas Nestler
 
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