19. Sehmataler Gebetsnewsletter

 
 

Betet ohne Unterlass!

Sehmataler Gebetsnewsletter von Pfarrer Matti Schlosser
am Mittwoch, den 27. Mai 2020

Gedanken zum Gebet:
Was ist das Gebet? Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach: Wenn wir beten, reden wir mit Gott. Doch so einfach, wie diese Antwort klingt, so schwierig ist sie auch. Denn zu einem Gespräch gehören immer zwei. Wenn einer spricht und der andere antwortet nicht, er hört vielleicht nicht mal zu, dann ist das kein Gespräch, sondern ein Monolog. Wenn wir beten, reden wir dann im Gespräch mit Gott oder reden wir in einem Monolog auf Gott ein? David war klar, dass das Gebet ein Gespräch mit Gott ist. Er hat von Gott eine Antwort erwartet. Er schrieb: „HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und antworte mir! Mein Herz hält dir vor dein Wort: »Ihr sollt mein Antlitz suchen.« Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz.“ (Psalm 27,7+8) David forderte eine Antwort von Gott und er wusste zugleich, dass es eine Gnade ist, wenn Gott antwortet. Im Gebet verlässt sich David auf das, was Gott gesagt hat. Und er weiß, dass das Gebet ein Suchen ist nach der Antwort Gottes. Erst dann wird das Gebet wirklich zum Gespräch mit Gott. Ich gebe zu, dass ich selten in diesem Sinne bete und dass mein Gebet oft ein Monolog an Gott ist. Vielleicht geht es nicht nur mir allein so? Dann können wir uns gemeinsam an David ein Vorbild nehmen und das Gespräch mit Gott suchen.

Wir loben und danken unserem Gott ...
... weil wir mit ihm reden können und weil wir von ihm auch Antworten bekommen.
... für den Regen der vergangenen Tage.
... für die Möglichkeit, sich bei größeren Familienfeiern treffen zu können, die es in Sachsen bald geben soll.

Wir bitten in unserer Nähe für ...
... unsere Gebete, dass wir in den Gebeten und darüber hinaus die Antworten Gottes suchen und wahrnehmen können.
... unsere Gemeinden, dass uns Gott mit seinem Heiligen Geist beschenken möge.
... alle Bewohnerinnen und Bewohner der Alten- und Pflegeheime, besonders in den Heimen in Cranzahl, Bärenstein, Annaberg und Frohnau, dass es bald Möglichkeiten geben möge, sie wieder richtig zu besuchen, und dass dort auch bald wieder Gottesdienste stattfinden können, in denen die Leute durch Gottes Wort gestärkt werden können.

Wir bitten in der Ferne für ...
... die angestrebten Grenzöffnungen in Europa, dass sie zwar nicht leichtsinnig, aber dort vorgenommen werden, wo es sinnvoll und möglich erscheint.
... alle, die in Ländern wie Italien oder Spanien im Tourismus arbeiten und die enorme Einbußen hinnehmen müssen, dass sie ihre Existenzgrundlage nicht verlieren.

Amen.

P. S.: Der Gebetsnewsletter wird in den nächsten Tagen wieder im Flur des Pfarrhauses zum Mitnehmen und Weitergeben ausgelegt.

 
 
27.05.2020, 22:58 Uhr
Autor: Andreas Nestler
 
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